Stanzteile in der Medizin
BINDER tecsys fertigt Stanzteile für Automotive
Stanzteile Medizin für präzise Gerätefunktionen
In der Medizintechnik haben Stanzteile verschiedene Funktionen in Geräten: Sie können federn, Bauteile positionieren oder elektrische Verbindungen herstellen. BINDER tecsys produziert unter anderem dünne Präzisionsstanzteile, fein gebogene Komponenten und Teile mit geprägten Stiften für solche Anwendungen. Beispiele für den Einsatz sind MRT-Geräte und Spektroskopieanwendungen. Die Auswahl der geeigneten Ausführung hängt von der Funktion des Bauteils und den Anforderungen im Endgerät ab.
Stanzteile Medizin bei geringer Materialstärke
Dünne Metallteile sind von Interesse, wenn begrenzter Raum vorhanden ist oder ein Bauteil auf geringe Kräfte reagieren soll. Mit abnehmender Materialstärke steigt die Komplexität der Handhabung. Eine schmale Lasche kann sich bei Trennung, Biegung oder Einzelanfertigung verformen. Bei einem federnden Abschnitt kann dies die Kraft beeinflussen, die er im eingebauten Zustand ausübt.
Deshalb reicht es für die Konstruktion nicht immer aus, nur die äußeren Abmessungen anzugeben. Entscheidend ist, welche Funktion jeder Bereich später erfüllen soll:
- Federnder Abschnitt
Er muss sich innerhalb des vorgesehenen Bewegungswegs verformen und wieder zurückstellen.
- Kontaktbereich
Hier sind Lage und Beschaffenheit der wirksamen Oberfläche relevant. Bei Kontaktfedern müssen die wirksame Kontaktfläche und die Federkraft zusammen betrachtet werden.
- Steg oder Übergang
Seine Breite und Form beeinflussen, wie Kräfte durch das Teil geleitet werden.
- Biegebereich
Er verbindet Funktionsebenen, ohne dass benachbarte Abschnitte ihre Aufgabe verlieren.
- Trennstelle
Sie muss so liegen, dass das Vereinzeln die Funktion des fertigen Teils nicht beeinträchtigt. Die Lage der Trennstelle muss bereits bei der Konstruktion des Stanzwerkzeugs berücksichtigt werden.


Funktionsmerkmale über die Fertigung hinweg prüfen
Bei einem kleinen Stanzbiegeteil können wenige Eigenschaften über seine Verwendbarkeit entscheiden, wie die Position eines geprägten Stifts, die Form einer Biegung oder die Stärke eines federnden Bereichs. Diese Eigenschaften sollten sich aus der Funktion im späteren Gerät ergeben, um zu bestimmen, welche Maße und Eigenschaften bei der Prüfung besonders beachtet werden müssen. Im Prototypenbau für die Medizintechnik können solche Funktionsmerkmale an Mustern geprüft werden, bevor die Ausführung für weitere Fertigungsschritte festgelegt wird.
Es gibt drei verschiedene Zustände zu beachten, wenn es um die Beschaffung geht: das gestanzte Ausgangsteil, das fertig bearbeitete Einzelteil und gegebenenfalls die montierte Baugruppe. Ein Merkmal kann sich zwischen diesen Zuständen verändern. Wenn beispielsweise eine Biegung geprüft wird, muss festgelegt werden, ob sich die Vorgabe auf das Teil unmittelbar nach dem Formen oder auf den endgültigen Lieferzustand bezieht.
BINDER tecsys beschreibt für medizinische Bauteile eine Qualitätskontrolle der Endprodukte und die Rückverfolgbarkeit der Komponentenproduktion. Für ein spezifisches Projekt müssen der erforderliche Nachweis und die zu prüfenden Funktionsmerkmale jedoch klar festgelegt werden. Auf diese Weise kann beurteilt werden, ob das gelieferte Stanzteil die vorgesehene Funktion im medizinischen Gerät erfüllt. Bei der Serienfertigung von Stanzteilen müssen die festgelegten Funktionsmerkmale auch bei wiederholter Herstellung überprüfbar bleiben
Für die Auswahl eines medizinischen Stanzteils empfiehlt sich eine klare Trennung:
Im Geräteinneren stehen die mechanische oder elektrische Funktion sowie die Bedingungen am Einbauort im Vordergrund. Bei direktem oder indirektem Körperkontakt müssen zusätzlich die Anforderungen des fertigen Medizinprodukts berücksichtigt werden. Bei wiederaufbereiteten Komponenten ist zu prüfen, wie Werkstoff, Oberfläche und Bauteilform auf die vorgesehene Aufbereitung reagieren.
Auch die Kante gehört zur Oberfläche. BINDER tecsys nennt Entgraten, Verrunden und Polieren als Bearbeitungsmöglichkeiten. Welche Ausführung benötigt wird, ergibt sich aus der Funktion des jeweiligen Teils; eine pauschale Kantenanforderung für sämtliche medizinischen Stanzteile wäre technisch wenig hilfreich.





